Ubootkameradschaft Kiel e.V.

VDU-Newsfeed

VDU-News

Neues vom Verband Deutscher Ubootfahrer
  1. Die Stiftung U-Boot-Ehrenmal Möltenort, der Verband Deutscher Ubootfahrer e.V. (VDU) und die Ubootkameradschaft Kiel e.V. richten zusammen mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK) und der Gemeinde Heikendorf am Samstag, dem 18. November 2017, um 14:00 Uhr, am U-Boot-Ehrenmal in Möltenort eine Gedenkstunde mit Kranzniederlegung für alle auf See gebliebenen Ubootfahrer und alle Toten beider Weltkriege aus. Die Gedenkstunde wird vom 1. Ubootgeschwader aus Eckernförde unterstützt. Musikalisch untermalt wird die Veranstaltung von einer Abordnung des Marinemusikkorps Kiel.

    Die Begrüßungsansprache wird der Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung U-Boot-Ehrenmal Möltenort, Kapitän zur See a.D. Rupert Bischoff, halten. Die Gedenkrede hält der Landesvorsitzende Schleswig-Holstein des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Dr. Ekkehard Klug. Das ökumenische Gebet werden der evangelische Militärpfarrer Jens Anders aus Eckernförde und der katholische Militärdekan Jürgen Eckert aus Rostock sprechen und das Totengedenken wird, wie in jedem Jahr, ein Soldat des 1. Ubootgeschwader sprechen.

    Nach den Kranzniederlegungen auf dem Ehrenmalvorplatz beendet ein gemeinsamer Rundgang der Teilnehmer durch das Ehrenmal gegen 15:00 Uhr die Gedenkstunde.

    GEPLANTER ABLAUF DER GEDENKSTUNDE:

    • Musikstück Marinemusikkorps Kiel.
    • Begrüßung durch den Vorsitzenden des Stiftungsrates der Stiftung U-Boot-Ehrenmal, Kapitän zur See a.D. Rupert Bischoff.
    • Musikstück Marinemusikkorps Kiel.
    • Gedenkrede des Landesvorsitzenden Schleswig-Holstein des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Ekkehard Klug.
    • Musikstück Marinemusikkorps Kiel.
    • Ökumenisches Gebet des evangelische Militärpfarrer Jens Anders und des katholischen Militärdekan Jürgen Eckert.
    • Musikstück Marinemusikkorps Kiel.
    • Totengedenken, gesprochen von einem Soldaten des 1. Ubootgeschwader.
    • Musikstück Marinemusikkorps Kiel.
    • Kranzniederlegungen.
    • Marinemusikkorps Kiel: „Ich hatt‘ einen Kameraden“.
    • Gemeinsamer Rundgang der Teilnehmer durch das Ehrenmal.
    • Anschließend ist für geladene Gäste eine Kaffeetafel im Restaurant Witthus in Möltenort gedeckt.

     

  2. Mitte Dezember 2016 hat der bisherige Präsident des VDU, KptzS a.D. Norbert Hermann, gemäß Wahl und Beschluss des VDU-Delegiertentags 2015 in Bernau seine Aufgaben an seinen Nachfolger, KptzS Michael Setzer, übergeben. Michael Setzer gehört bereits seit fast 20 Jahren als "Beisitzer Marine" im VDU-Vorstand an. Als neuer "Beisitzer Marine" rückt KptzS Jens Grimm in den VDU-Vorstand nach.

  3. Am 14. September 2016 fand am U-Boot-Ehrenmal in Möltenort eine Gedenkveranstaltung der Deutschen Marine anlässlich des 50.  Jahrestages des tragischen Untergangs des Unterseebootes HAI statt.

    Aus Anlass dieses Gedenkens trafen sie die ehemaligen U-Hai-Fahrer vom 13. - 18. September 2016 in Gammelby/Eckernförde. Im Rahmen diese Treffen nahmen die ehmaligen Hai-Fahrer am 14. September Vormittags zunächst im Marinestützpunkt Eckernförde an einer Kanzniederlegung des 1. Ubootgeschwaders am U-Hai-Gedenkstein vor dem Ausbildungszentrum Uboote (AZU) teil. Am Nachmittag folgte dann die zentrale Gedenkveranstaltung der Deutschen Marine am U-Boot-Ehrenmal Möltenort in Heikendorf. Die Gedenkansprache hielt der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Jan C. Kaack. Im Laufe der weiteren Zeremonie wurden die Namen der 19 beim Untergang von U-Hai ums Leben gekommenen Ubootfahrer verlesen. Im Anschluß passierten das Uboot „U 36“, das Flottendienstboot „Oker“ und das Minenjagdboot „Sulzbach-Rosenberg“ das Ehrenmal mit einer „Front“.

    Am 15. September besuchten die Teilnehmer des U-Hai-Treffens die Marineschule Mürwik (MSM) und nahmen dort am Nachmittag an einer U-Hai-Gedenkveranstaltung in der Aula der Marineschule teil. Am folgenden Tag konnten die ehemaligen Hai-Fahrer dann noch im Marinestützpunkt Eckernförde ein Uboot der Klasse 212A sowie das Ausbildungszentrum Uboote (AZU) des 1. Ubootgeschwader besichtigen.

  4. SpendenübergabeAm 1. Juni 2016 entwickelte der sonst so bescheiden dahinplätschernde Simbach nach starken Regenfällen ungeahnte Kräfte. Nur Minuten nach dem Dammbruch überflutete der zum reißenden Fluss gewordene Bach ein Sägewerk, schwemmte alles Holz davon und verstopfte damit sein Bachbett. Dann suchte sich das Wasser seinen Weg über Straßen und durch Häuser.

    Simbach ist für den Verband Deutscher Ubootfahrer (VDU) keine anonyme Kleinstadt am Inn an der Grenze zu Österreich. Die Marinekameradschaft Simbach und die Ubootkameradschaft München unterhalten seit über sieben Jahren freundschaftliche Beziehungen zuein­ander. Hier wohnt zudem der Regionalbeauftragte des VDU für Bayern, Ralf Bichler, der uns noch am selben Abend von dem plötzlich hereingebrochenen Unglück berichtete.

    Zwei Tage später war die Idee zu einer Spendensammlung geboren, die bis dato über 5.100 € einbrachte. Die höchste Einzelspende betrug 1.000 €, die höchste Spende einer Ubootkameradschaft des VDU 450 €. Ganz besonders erwähnt werden soll die Spende aus Südkorea. Ein ehemaliger Ubootkommandant der dortigen Marine hatte sich mit seiner Frau der Reisegruppe der Marine­kameradschaft Simbach und des VDU zum 53. Internationalen Ubootfahrertreffen nach Pula in Kroatien angeschlossen und vom 22. auf den 23. Mai in Simbach übernachtet. Einen großen Anteil an der Spendenhöhe haben die Marinekameradschaften München und Traunstein (500 €  bzw. 300 €), die unsere Spendenaktion darüber hinaus mit Einzelspenden ihrer Mitglieder unterstützten. Insgesamt hat diese Aktion gezeigt, dass Kameradschaft bei uns keine leere Worthülse ist, sondern auch soziale Verantwortung und mitmenschliches Handeln einschließt.

    Das Spendenaufkommen wurde gedrittelt: Zwei besonders betroffene Kameraden der Marine­kameradschaft Simbach wurden mit je einem Drittel direkt unterstützt; das restliche Drittel wurde der Abgeordneten des Bayerischen Landtags, Frau Reserl Sem, übergeben. Es ist zur Weitergabe an Flutopfer in Simbach nach ihrem Ermessen bestimmt. Zusätzlich wurden kurzfristig gesammelte Kleidungsstücke, Küchenuntensilien und Kinderspielzeug übergeben, um den Wiederaufbau auch auf diese Weise zu unterstützen.

    Jürgen Weber

    Foto: Jürgen Weber bei der Übergabe der Spende an die Abgeordnete des Bayerischen Landtags, Frau Reserl Sem

  5. Ubootfahrer aus Eckernförde erfährt besondere Verabschiedung

    Nach 33 Jahren im Dienst für die Uboote und 36 Jahren im Dienst er Marine erfährt Kapitänleutnant (KptLt) Georg Weiner durch seine Kameraden und Vorgesetzten in Eckernförde eine Verabschiedung der besonderen Art.

    Ubootfahrer sind ein besonderer Schlag innerhalb der Marine. Sie leben  tagelang unter Wasser und das bedächtige und leise Arbeiten ist wichtig um den Auftrag unerkannt ausführen zu können. Aber wenn es um besondere Anlässe geht, dann wird diese Zurückhaltung auch gerne einmal über Bord geworfen.

    So auch an diesem 29. Februar 2016. Vollzählig sind die Soldatinnen und Soldaten der Systemunterstützungsgruppe (SUG) des 1. Ubootgeschwaders angetreten um dem Leiter Waffen- und Führungsmittelelekronik (WuF) einen würdigen Rahmen bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand zu geben. In seiner Laudatio auf seinen Mitarbeiter und Freund ließ der Leiter der SUG, Kapitänleutnant Jascha Tscherney, die bewegten Dienstjahre von KptLt Weiner Revue passieren.

    Verabschiedung Bild 1

    Foto: Offizielle Verabschiedung in den Ruhestand im Namen der Ministerin. Quelle: Deutsche Marine, HB Thomas Lerdo.

    Besonders hob er hier die 33 Jahre Dienstzeit im Bereich der Uboote hervor, die nur für drei Jahre im damaligen Marineamt unterbrochen wurden. „Die SUG wäre ohne Dich eine andere geworden, mit Sicherheit aber keine Bessere“, so KptLt Tscherney zu  Ende seiner Laudatio.

    Neben persönlichen Andenken an seine Dienstzeit, die 1980 bei der Marine begann, gab es noch eine Überraschung der besonderen Art. Zu einer typischen Verabschiedung gehört auch eine Rundfahrt durch die Wirkungsstädten. Diese wurde, wie es sich für einen Waffentechniker gehört Stilecht auf einem bunt geschmückten, auf einem Wagen verspannten und mit einem Sattel versehenen Torpedo, liebevoll „Aal“ genannt, durchgeführt. Vorbei am  Ausbildungszentrum Uboote (AZU), dem Hafen, inkl.  einer lautstarken Verabschiedung durch das Typhon (Schiffshupe) des Flottendienstbootes „Oste“  fuhr der Festzug zum Stabsgebäude des 1. Ubootgeschwaders. Nach der Verabschiedung durch den stellvertretenden Kommandeur des 1. Ubootgeschwaders, Korvettenkapitän Stefan Mayer, ging es weiter in Richtung Hauptwache des Marinestützpunktes Eckernförde.

    Verabschiedung Bild 2

    Foto: Der Ritt auf dem Aal. Quelle: Deutsche Marine, HB Thomas Lerdo.

    HB Thomas Lerdo
    Marinekommando Presse- und Informationszentrum, Einsatzflottille 1 Kiel, Aussenstelle Eckernförde

  6. Multinationaler Erfahrungsaustausch unter Ubootfahrern

    Anfang Februar 2016 besuchte ein Lehrgang angehender Uboot-Kommandanten der königlich Niederländischen Marine das Ausbildungszentrum Uboote der Deutschen Marine in Eckernförde. Hierbei konnten sich Gäste neben einem intensiven Erfahrungsaustausch auch ein Bild von der großen Leistungsfähigkeit des 1. Ubootgeschwaders im Allgemeinen und des Ausbildungszentrums Uboote im Speziellen machen.

    Die Empfangstorte

    Foto: Teilnehmer des königlich Niederländischen Kommandantenlehrgangs und Teilnehmer der Deutschen Marine im Ausbildungszentrum Uboote. Quelle: Deutsche Marine, Astrid Balzer.

    Diese gegenseitigen Besuche sind ein seit Jahren etabliertes Programm zwischen den Deutschen, den Niederländischen und den Norwegischen Ubootgeschwadern und finden in regelmäßigen Abständen statt. Im Rahmen der Kommandantenlehrgänge finden Besuche in den verschiedenen Ausbildungseinrichtungen am Ausbildungszentrum UBoote (AZU) in Eckernförde, an der Operationsschule in Den Helder in den Niederlanden und an der Ubootschule in Haakonsvern (Bergen) in Norwegen statt.

    Der diesjährige Kommandantenlehrgang aus den Niederlanden setzte sich aus Teilnehmern der Niederlande, den USA, Kanada und Australien zusammen

    Gedankenaustausch und Gedenken

    Für die Marineoffiziere stand der erste Besuchstag ganz im Zeichen von Vorträgen zu den unterschiedlichen Ubootgeschwadern, mit anschließender Diskussion, sowie Ideen- und Erfahrungsaustausch. Am Nachmittag stand für die Teilnehmer die Besichtigung eines Ubootes der Klasse U 212A, sowie ein Besuch des Marineehrenmals in Laboe und des Ubootehrenmals Möltenort auf dem Programm.

    Die Empfangstorte

    Foto: Besuch des U-Boot-Ehrenmal in Möltenort. Die Teilenhemr des Kommandantenlehrgangs in der Messe der Ubootkameradschaft Kiel am Ehrenmal. Quelle: Verband Deutscher Ubootfahrer e.V., Karl Schmeink.

    Gemeinsames Manöver

    Der zweite Tag war geprägt von gemeinsamen praktischen Übungen. Die Kommandantenschüler konnten "an Bord" des taktischen Simulators des AZU gehen, um mit Besatzungsangehörigen des 1. Ubootgeschwaders "zur See" zu fahren und gemeinsam taktische Problemstellungen zu lösen. Abgerundet wurde der Besuch durch einen gemeinsamen "Beer Call", der genutzt wurde, um Diskussionen zu vertiefen und sich gegenseitig besser kennenzulernen.

    Die Empfangstorte

    Foto: Die Teilnehmer des Kommandantenlehrgangs üben gemeinsam mit Angehörigen des 1. Ubootgeschwaders im taktischen Ubootsimulator. Quelle: Deutsche Marine, HB Thomas Lerdo .

    Positives Fazit

    Der Besuch war für beide Seiten wieder ein voller Erfolg. Der Kommandantenlehrgang der königlich Niederländischen Marine konnte sich ein Bild von der großen Leistungsfähigkeit des 1. Ubootgeschwaders im Allgemeinen und des Ausbildungszentrums Uboote im Speziellen machen. Die Möglichkeiten, welche die Simulatorlandschaft des AZU bietet, sind weltweit anerkannt.“, so Korvettenkapitän Christian Moritz, Leiter des Ausbildungszentrums Uboote.  „Für Angehörige des 1. Ubootgeschwaders wurde der Besuch als Informationsveranstaltung zu den Fähigkeiten und Herausforderungen anderer Ubootgeschwader sinnvoll als Weiterbildungsmaßnahme z.B. der Wachoffiziere genutzt.“, zieht der Leiter ein positives Fazit  

    Ein Gegenbesuch des Deutschen Kommandantenlehrgangs in Den Helder ist auch in diesem Jahr wieder vorgesehen.

    HB Thomas Lerdo, PIZ Eckernförde

     

  7. Der US-Botschafter John B. Emerson und Generalkonsulin Nancy Corbett haben am 28. Januar 2016 im US-Generalkonsulat den Orden im Beisein hochrangiger Gäste an Kapitän zur See Michael Setzer (59), den Kommandeur Landeskommando Hamburg, verliehen.

    Ordensverleihung

    Foto: US-Botschafter Emerson (l.) gratuliert Kapitän zur See Setzer. Quelle: Landeskommando Hamburg

    Botschafter Emerson ging in seiner ausführlichen Laudatio auf Setzers hervorzuhebende Verdienste als Marine- und stellvertretender Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft in Washington D.C., von Juli 2011 bis September 2014, ein. Die Gäste aus Politik, Militär und dem konsularischem Korps zeigten sich beeindruckt von den aufgezeigten Leistungen des Marineoffiziers. Emerson würdigte in besonderem Maße Setzers Einsatz und Engagement als Präsident des Verbandes der Marineattachés in Washington D.C., dem nicht nur US-Amerikaner, sondern auch über 170 ausländische Marineattachés angehören. „Dieses Forum hat sich, unter der Führung von Kapitän Setzer, auf hohem internationalen Niveau durch zahlreiche Veranstaltungen um die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen der Marine besonders verdient gemacht“, so Emerson. Nicht unerwähnt blieben auch Setzers Verdienste bei der erstmaligen Einbindung einer deutschen Fregatte, der „FGS Hamburg“ (F-220), im Zusammenwirken mit einem US-Flugzeugträger bei ihrem unter US-Kommando geführten Einsatz im Arabischen Meer 2013.

    Hinter einem engagierten Offizier, wie Setzer, mit einem hohen zeitintensiven Auftrag steht oft die Familie, die dieses mitträgt. Deshalb bedankte er sich an diesem besonderen Abend bei Ehefrau Gabriele Setzer und auch Tochter Mareike, denn „eigentlich gehört euch die Hälfte dieses Ordens – nur trage ich die Uniform“.

    „Legion of Merit“ ist ein hoher militärischer Orden, der auch an ausländische Offiziere und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verliehen wird. Er wurde am 20. Juli 1942 durch den Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika gestiftet.

    Quelle: Landeskommando Hamburg

    Michael Setzer ist Beisitzer im Vorstand des Verband Deutscher Ubootfahrer e.V. und designierter zuküftiger Präsident des Verbandes. Wir gratulieren Michael Setzer zu dieser verdienten Auszeichnung!

     

  8. Am 9. Dezember 2015 wurde in der Halle 400 in Kiel (ehemals von HDW für den Ubootbau erstellt – heute eine Restauration) die Ubootkameradschaft U-34 / Besatzung DELTA gegründet. 21 Mitglieder der neu gegründeten Kameradschaft sind nun auch Mitglieder im Verband Deutscher Ubootfahrer e.V. (VDU). Unter anderem ist auch ein norwegischer Austauschsoldat Mitglied geworden. Weitere 20 Ubootfahrer werden sicher bald noch hinzukommen. Diese Kameradschaft ist die erste Bootskameradschaft eines Klasse 212A Ubootes der Deutschen Marine.

  9. Mit einem feierlichen Zeremoniell, unter der Leitung von Konteradmiral Hans-Christian Luther, Abteilungsleiter Einsatz des Marinekommandos, wurde das Uboot „U 35“ der Klasse 212 A am 23. März in Dienst gestellt. Musikalisch begleitet wurde die Indienststellung durch das Marinemusikkorps Kiel.

    Vollständiger Beitrag siehe Website der Deutschen Marine.

    „Heiß Flagge und Wimpel!“ zur Indiensstellung (Quelle: 2015 Bundeswehr / Nicole Muthmann/Presse- und Infoamtionszentrum Marine)

  10. Eckernförde/Kristiansand, 12.03.2015.

    Schnee, Glätte, Wind und vereinzelt Gewitter am Morgen. Nach über zwei Stunden Anreise fährt ein Bus mit Marinesoldaten durch das Tor von Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS), um „U 36“ auslaufklar zu machen. Ziel ist die Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Ubootes in Norwegen, da dort die nötige Wassertiefe gegeben ist.

     „U 36“ ist ein Uboot des 2. Los der Klasse 212A. Es ist das letzte der sechs Uboote, die TKMS in Kiel für die Marine gebaut hat. Am 6. März 2013 hatte „U 36“ seinen ersten Kontakt mit dem Element Wasser. Zwei Monate später wurde es getauft. Ab diesem Zeitpunkt hieß es für TKMS, die Bundeswehr und die Marine, die „Röhre“ flott für die Indienststellung zu machen. Jede Anlage, jede Funktion, jedes Bauteil muss auf seine Funktion überprüft werden.

    Unikat, kein Serienmodell

    Ein Vertreter der Wehrtechnischen Dienststelle 71, Mitglied der Abnahmekommission, zog dabei einen Vergleich mit einem Serienfahrzeug. „Ein Uboot ist kein Serienmodell sondern ein Unikat. Somit kann kein Test mit dem kompletten Modell stattfinden, sondern jedes Teil muss extra geprüft werden. Ein Uboot durchläuft eine Stückprüfung.“

    Die Abnahmekommission sowie Teile von TKMS sind bei dieser Stückprüfung an Bord. Ziel des Funktionsnachweises ist es , die Vertragserfüllung zu prüfen.

    Funktionsnachweis Hafen, Flachwasser und See

    Bevor „U 36“ nach Norwegen fahren durfte, musste es mehrere Prüfungen bestehen. Nachdem das Boot im Hafen und an der Hafenpier getestet wurde, fand anschließend eine fast dreimonatige Prüfung im flachen Wasser der Eckernförder Bucht statt. Jede Anlage, wie Motoren, Radaranlagen, Navigationsanlagen und Kommunikationsanlagen, aber auch alltägliche Einrichtungen wie der Backofen, die Heizung oder die Sanitäranlagen wurden unter die Lupe genommen. Einige Anlagen funktionierten einwandfrei. Bei anderen hingegen mussten Reparaturen oder Einstellungen geändert werden. Am Ende wurde der Funktionsnachweis im Hafen und im flachen Wasser erfolgreich abgeschlossen. Somit hat „U 36“ die „Straßenzulassung“, die Erlaubnis zur sicheren Teilnahme am Seeverkehrauf den Weltmeeren, erhalten. Zudem hat das Uboot seitdem die Lizenz, bis auf Seerohrtiefe zu tauchen.

    Sicherheit steht an oberster Stelle

    Die Sicherheit der Besatzung steht bei den Prüfungen immer an oberster Stelle. Erst als alle Anlagen an der Pier und im flachen Wasser einwandfrei funktioniert haben, bekam „U 36“ den Befehl den Funktionsnachweis See in Norwegen durchzuführen. Dabei sind sich der Kommandant, die Werft und die Abnahmekommission einig: die Besatzung steht an erster Stelle. Der Sonaroffizier, Oberleutnant zur See Sven Karwelies, welcher auch mit „U 35“ den Funktionsnachweis gefahren ist, verdeutlichte dies: „Das Auftreten von Fehlern führt zum sofortigen Abbruch des Tests. Bevor der Test erneut durchgeführt werden kann, muss das Gerät oder Bauteil instandgesetzt werden. Dies kann in Teilen auf See oder im Hafen erfolgen. In Kristiansand (Norwegen), nur eine Stunde vom tiefen Wasser entfernt, gibt es beispielsweise eine Außenstelle von TKMS, die vor Ort arbeiten kann, sodass wir nicht nach Deutschland zurück fahren müssen. Jedoch wenn dafür das Uboot ins Dock muss, müssen wir zurück nach Deutschland. Erst wenn alle Mängel abgestellt wurden, fahren wir wieder los.“

    Dichtigkeitsnachweis früher

    Für das Vorgängermodell der Klasse 206 gab es eine Art „Druckkammer“ für Uboote im Marinearsenal Kiel, in welches die Uboote gefahren sind. Durch eine Druckerhöhung wurde dort eine Tauchfahrt simuliert. Die Klasse 212A ist jedoch größer und passt nicht in die „Druckkammer“ hinein, sodass der Dichtigkeitsnachweis für „U 36“ und die weiteren fünf Uboote der Klasse 212 A im tiefen Wasser durchgeführt werden musste. Als Sicherheit fuhr das Begleit- und Sicherungsboot der Wehrtechnischen Dienststelle, die „Helmsand“, mit.

    Nach Erreichen des tiefen Wassers im Skagerrak ging „U 36“ in 50 m Schritten in die Tiefe. Den Ablauf der Prüfung beschrieb die Abnahmekommission wie folgt: „Erst wenn alle 300 Druckkörperdurchbrechungen des Ubootes einzeln auf Dichtigkeit geprüft wurden, geht das Uboot jeweils 50 m tiefer, bis die Betriebstauchtiefe des Bootes erreicht ist.“ Bei der Prüfung wurde regelmäßig Kontakt zum Begleit- und Sicherungsboot gehalten. Für einen Notfall ist das Sicherungsboot mit einem Team aus Tauchern und Sanitätspersonal, zu dem eine Taucherärztin zählt, besetzt.

    Bravo Zulu

    „Der Dichtigkeitsnachweis konnte positiv erbracht werden und dies zeitlich sogar schneller als geplant“, bedankte sich der Kommandant, Korvettenkapitän Schramma, während der Einlaufmusterung bei seiner Besatzung. Das Wetter spielt bei den Prüfungsfahrten eine große Rolle. „Wenn die Wetterbedingungen nicht mitspielen, bedeutet dies, dass keine Fahrt möglich ist, somit auch keine Tests. Dadurch tritt dann eine Verzögerung ein“, so ein Mitglied der Abnahmekommission.

    Bild: U36, nach bestandenen Dichtigkeitsnachweis, kurz vorm Anlegen in Kristiansand. Quelle: Deutsche Marine

    Viel Arbeit in kurzer Zeit

    In Norwegen angekommen, hat die Besatzung von „U 36“ einiges vor. Zuerst steht der schiffstechnische Bereich auf dem Prüfstand. Anschließend werden alle operativen Anlagen, wie das Sonar, geprüft. Eine akustische und elektromagnetische Vermessung folgt. Das Ziel ist für alle klar: schnellstmöglich alle sechs Uboote im Dienst der Marine zu haben.

    OLtzS Julia Ude
    MarKdo PIZ Ast Eckernförde

Google Translation
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen